Arizona - California

Von Utah fuhren wir weiter in Richtung Page Arizona. Hier haben wir uns mit Björn und Nädlä (Thomas und Nadja, Freunde aus der Schweiz) verabredet um für die nächsten 14 Tage gemeinsam zu reisen, welche nach China und Hawaii nun auch den Westen der USA bereisen.  Da unser Zusammentreffen sich mit meinem 30 - igsten Geburtstag überschnitt, nutzen wir diese Gelegenheit natürlich und feierten bei eindrücklicher Kulisse des Lake Powells mit dem Blutmond im Hintergrund meinen Geburtstag und unser Zusammentreffen. Nach einem Erholungstag besichtigten wir den einmaligen Antelope Canyon ausserhalb von Page. Unser Plan war, anschliessend das Monument-Valley anzufahren. Jedoch wurden unsere Pläne von einem lauten Knall und einem heftigen Rumpeln während der Fahrt auf dem Highway durchkreuzt. Erschrocken stellten wir fest, dass sich der Mantel des rechten Hinterreifens von Hägar komplett vom Reifen gelöst hat und dabei den Auspuff, sowie das Chassis verbeult hat. Glücklicherweise schien der Schaden aber hauptsächlich optischer Natur zu sein, sodass wir unsere Fahrt nach einem schweisstreibenden Reifenwechsel in der Wüstenhitze fortsetzten konnten.

Zurück in Page kauften wir für Hägar gleich vier neue "Rädli" und liessen diese am nächsten Tag montieren. Stolz über seine neue Schuhe, brachte uns unser Camper dann zuverlässig zum Bryce Canyon.

Nach der Besichtigung von mehreren Aussichtspunkten entschieden wir uns, eine Tageswanderung durch den Canyon zu unternehmen, welche uns wunderbare Einblicke ermöglichte.

In aller Frühe machten wir uns am nächsten Tag auf, um den Sonnenaufgang über dem Canyon geniessen zu können. (Vor allem für Björn und mich war es aber nicht ein Genuss - aber trotz Müdigkeit schön...)

Nach einem Morgenkaffee fühlten wir uns dann aber doch bereit, unsere zweite Erkundungstour durch den Bryce-Canyon anzutreten. Diesmal entschieden wir uns aber, den Hauptteil der Laufarbeit Pferden und Maultieren zu überlassen. Der Ritt durch den Canyon war ein grossartiges Erlebnis und wir waren uns einig, dass wir dies bald wiederholen werden.

Vom Bryce Canyon führte uns unsere gemeinsame Reise weiter in Richtung Zion Nationalpark. Hier bestiegen wir nebst einigen Kurzwanderungen den Wheeping Rock zum Overlookpoint, welcher eine fantastische Aussicht in das Zion Valley bot.

Unser nächstes Ziel war Las Vegas. Vorfreudig kurvten wir über die bis zu siebenspurigen Stadthighways von Sin City und besuchten noch kurz den nicht sehr spektakulären Hooverdam. Las Vegas empfing uns mit kühlen Temperaturen und Regen, was in der Stadt, in der die Sonne immer scheint doch eher selten vorkommt. Entsprechend freuten sich die Einheimischen über die nasse Abkühlung... Nach einer Nacht ausserhalb der City fuhren wir dann in die Stadt und bezogen unsere Hotels. Nadja und Thomas bewohnten das imposante MGM Grand (eines der grössten Hotels der Welt), während wir das direkt auf der anderen Strassenseite gelegene Hooters Hotel bezogen. Nach über vier Monaten im Zelt und im Camper, war es doch mal wieder schön, über ein Badezimmer und vor allem unlimitiert über Strom und Wasser zu verfügen....


An diese Stelle würde ich euch gerne unsere Erlebnisse unseres erstens Vegas-Besuchs näher bringen ABER ihr wisst ja...


!What happens in Vegas stays in Vegas!


Eine kleine Kostprobe sei euch doch gegönnt: Nebst nächtelangem Gambling an den Slotmachines und vor allem an den Roulette Tischen, brachte uns Las Vegas zwar nicht zu Millionengewinnen, trieb uns aber auch nicht in den Ruin, sodass wir unsere Reise sogar mit einem kleinen Plus fortsetzen konnten. Ein besonderes Highlight war der Besuch der David Copperfield Show, in welcher der immer noch gleich wie vor 20 Jahren aussehende Zauberer, das Publikum in den Bann zog.


Nach zwei grossartigen gemeinsamen Wochen, verabschiedeten wir uns dann von Thomas und Nadja, welche ihre Reise in Richtung San Francisco fortsetzen, während wir zum Southrim des Grand Canyons fuhren.

Wir verabschiedeten uns aber nur temporär von Vegas, denn bereits wenige Tagen später sollten wir wieder im Bann von Sin City gefangen sein und die Stadt ein zweites mal, diesmal mit Röbi und Tanja (Claudis Schwester und ihr Freund) unsicher machen...


So aufregend und eindrücklich Las Vegas auch ist, so freuten wir uns doch wieder auf die Ruhe der Natur. Am Grand Canyon fanden wir mitten im Nationalforest einen tollen Stellplatz für Hägar und bewanderten von da aus den Südrand des unvergleichlich grossen Grabens.


Nach einigen Tagen der Ruhe und der Natur, lockten uns dann doch wieder die Verführungen der Stadt und wir schlängelten uns wieder den Weg durch die City. 

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Wieder in Vegas, holten wir Tanä und Röbi ab, welche bluffig hupend mit ihrem gemieteten Mustang-Cabrio daher geflitzt kamen. Wir freuten uns riesig über das Wiedersehen! Gleich am selben Tag machten wir uns noch auf, in Richtung Grand Canyon, diesmal zum North Rim.

Am nächsten Tag wartete unsere vorzeitige Geburiüberraschung für Tanä- ein Maultierritt hinunter in den Canyon- perfekt für Wandermuffel:-). Eine super Art, den Canyon richtig zu erleben und nicht "nur" von oben zu betrachten. Alle hatten Spass am Ritt mit den frechen Mulis. Die 3 "erfahreneren" Reiter unter uns hatten das Glück, auch die frecheren Kerlchen zu reiten, ganz zu unserem Vergnügen. Da mussten wir doch gleich unsere pädagogischen Künste walten lassen!

Danach fuhren wir noch zu einem Aussichtspunkt, wo wir eine fantastische Sicht auf den gewaltigen, weiten Canyon, sowie dessen South Rim, geniessen konnten.

Auf dem Campingplatz gönnten wir uns ein Barbecue der Extraklasse, besser als in jedem Gourmettempel! Auch die zweite Nacht zu viert im Camper überstanden wir gut, trotz der nächtlichen Kälte. Nach einer langen Rückfahrt kamen wir endlich im warmen Las Vegas an. Hellooooou again;-)

Als Tanä und Röbis Fahrzeug "getarnt" schmuggelten wir Hägar in die Tiefgarage ihres Hotels, somit wäre auch Davids und meine Unterkunft für die nächsten Tage gesichert;-)

Bis spät in die Nacht zockten wir am Roulettetisch, was mit viel Unterhaltung der Croupier verbunden war. Ich kam auch gut damit klar, dass mein Spieleinsatz bald verzockt war, an diesem Tisch konnte einem der Spass nicht vergehen. Auch die Bestellung eines "Jameson on the rocks, but without ice" trug sehr viel zur allgemeinen Belustigung bei;-)

Am nächsten Tag erkundeten wir die verschiedenen Hotels am Strip und wagten uns auf die "Big Shot" Achterbahn AUF dem 350m hohen Strathosphere Tower...Da kann der Swiss Tower an der WEGA gleich einpacken!

Am Abend kam dann Tanäs grosse Geburtstagsüberraschung, der grosszügige Spielbatzen von ihren lieben Spendern! Sie freute sich natürlich riesig darüber und mischte gleich den nächsten Roulettetisch auf. Um Mitternacht konnten wir ihr dann endlich zum 30. Geburi gratulieren! Wieder machten wir die Nacht zum Tag, wie es sich für Vegas gehört. Schliesslich gibt es nicht grundlos weder Uhren noch Fenster in den Casinos.

Am nächsten Tag bestaunten wir weitere freakige Hotels, die uns allesamt zum Staunen (und teilweise auch zum Kopf schütteln) brachten.

An Tanä und Röbis Abreisetag gabs noch eine letzte Runde Roulette und dann war leider auch schon wieder verabschieden angesagt... Schön wars, ihr beiden, wir haben uns sehr über euren Besuch gefreut! Übrigens viel Spass wieder beim arbeiten, gell;-)

David und ich zogen dann auch weiter, 6 Tage Las Vegas reichen dann wirklich...


Eigentlich wollten wir über einen Bergpass von der Ostseite her ins Death Valley fahren. Da diese Strasse jedoch von einem Unwetter heimgesucht wurde und deshalb nicht passierbar war, suchten wir uns einen Stellplatz irgendwo in der Mojave Wüste. Mit Umweg fuhren wir dann am nächsten Tag nach Furnace Creek, wo wir dann erfuhren, dass die meisten Strassen im Tal des Todes zerstört sind und teilweise für Monate nicht nutzbar wären...Schade...Immerhin konnten wir einige Lookouts, sowie die Sanddünen besichtigen. Weiter gings dann über die Berge weg vom Tal. Die Fahrt war herrlich und bald konnten wir auch schon erste grüne Büsche und Bäume sehen. Am hübschen Isabella Lake quartierten wir uns für zwei Nächte ein, wo wir einen "freien" Tag genossen.

Unsere Reise ging weiter in den Sequoia Nationalpark, welcher bekannt ist für seine prächtigen Sequoia- Baumriesen. Endlich konnten wir wieder einmal Waldluft einatmen, was herrlich war, nach der langen Zeit in Wüstengebieten. Im Park machten wir den einen oder anderen Hike durch die eindrücklichen Wälder und genossen die Aussicht über die Sierra Nevada. So schön es auch war...Es wurde leider auch etwas zu kühl für unseren Geschmack, also kurvten wir nach drei erlebnisreichen Tagen ins Tal, wo uns die kalifornische Sommerwärme und etliche Orangenplantagen begrüssten. Hier nehmen wir uns wieder einmal Zeit für euch Wundernasen, damit ihr eure Zeit im Büro mit Blog lesen verbringen könnt, während ihr so tut, als ob ihr arbeiten würdet... nicht wahr ;-)? 


    

   

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Kommentare: 2
  • #1

    T&R (Dienstag, 27 Oktober 2015 08:38)

    Super Fotis, und jo, de letscht Satz isch goldrichtig ;-)))
    Uh läss gsi mit Eu!
    Liäbi Grüess und: on the rocks, no ice, gell! :-)

  • #2

    Fritz und brigitta (Dienstag, 27 Oktober 2015 09:09)

    Hallo zäme
    Mit Freude lesen wir immer wieder eure interessanten Berichte. Ihr geniesst es wirklich und habt Spass! Bei uns kommen Erinnerungen hoch, wenn ihr von wunderbaren Orten erzählt, welche wir auch besucht haben. Die Zeit scheint bei euch rasch zu vergehen, da ihr immer wieder Abenteuer erlebt! Wünschen euch weiterhin viele tolle Erlebnisse und geniesst die jugendliche Freiheit.

    Ganz herzliche Grüsse aus der herbstlichen Schweiz
    Fritz und Brigitta