Arches und Co.

Nur einige Kilometer des Südausgangs des Yellowstones fährt man in den Grand Teton Nationalpark ein, welcher nach dem höchsten Berg in der Region benannt ist. Ein wunderschönes Bergpanorama, das fast schon etwas Heimweh bereitete und Lust auf die bald beginnende Skisaison aufkommen liess, erwartete uns hier. Untermalt wurde die eindrückliche Szenerie durch die in allen Gelb- und Rottönen leuchtenden Bäume, welche die Talregion in ein herbstliches Wunderland verwandelten. Je weiter südlich wir durch Wyoming fuhren, umso karger wurde die Landschaft und auch das Thermometer kletterte wieder etwas höher, als noch in den höher gelegenen Nationalparks. Mitten im Nirgendwo entdeckten wir wohl bis Anhin einen der schönsten Übernachtungsplätze unserer Reise. Irgendwo in der Wüste an einem kleinen See gelegen, konnten wir einen Sonnenuntergang erleben, wie wir ihn noch selten gesehen haben. Als die Sonne sich schliesslich verabschiedet hatte, sorgte der durch kein anderes Licht verschmutzte Sternenhimmel für weiteres Staunen. Wow, wie schön es in der Wüste doch ist! Oder ganz nach dem Slogan des Staates Utah: „Life is better in the desert“.

Da wir uns in den nächsten Wochen meist in Wüstengebieten (Utah, Arizona und Nevada) aufhalten werden, können wir uns wohl noch auf weitere solche spektakulären Nächte freuen.


Der Weg in Richtung Süden führte uns weiter über hohe Bergpässe durch Colorado, wo wir einen Abstecher zum Dinosaur National Monument einlegten. Das Dinosaur Monument ist gewissermassen ein Massengrab unzähliger Dinosaurier, welche vermutlich durch eine lang anhaltende Dürre verendet sind und schliesslich durch eine Flut alle an einen Ort gespült wurden, um langsam vor sich hin zu versteinern. Das Endergebnis dieses Massensterbens und einigen Jahren Zeit, ist eine eindrückliche Felswand, an welcher unzählige Dinoskelette zu sehen sind.

Mittlerweile zeigte sich auch das Klima wüstenartig heiss, sodass wir unsere Winterkleidung getrost wieder in der hintersten Ecke unseres mobilen Zuhauses verstauen konnten.

Unser nächstes Ziel war der Arches Nationalpark in Utah. Wie der Name schon sagt, besticht dieser vor allem durch die aufgrund Erosion gebildeten Felsbögen. Auf zwei Tageswanderungen durch die brütend heisse Wüstenlandschaft erkundeten wir die Felsbögen und -durchbrüche. Besonderes Interesse hat bei uns ein Gebiet namens „Fiery Furnace“ geweckt. Ein riesiges Gebiet, welches mit Schluchten und Felstürmen durchzogen ist. Da es in diesem Labyrinth aus Felsen und Schluchten keine markierten Wege gibt und die Gefahr, sich zu verlaufen, erheblich ist, darf es nur mit Bewilligung oder in Begleitung eines Rangers betreten werden. Nachdem wir die Rangerin im Visitor Center davon überzeugt hatten, dass wir wahrscheinlich in der Lage sein werden, uns im Labyrinth zurecht zu finden, erhielten wir nach einem Film, der uns nochmals auf die Gefahren hinwies, die Bewilligung, das „Fiery Furnace“ auf eigene Faust zu erkunden. Freudig kraxelten wir durch das Labyrinth und genossen die Abgeschiedenheit und die pittoreske Felslandschaft. Dank der von uns angelegten Wegmarkierungen, sowie GPS schien ein Verlaufen dann auch kaum noch möglich. Ein grossartiges Erlebnis!


Von Moab aus, wo wir unsere Basis für die Erkundung des Arches NP hatten, fuhren wir weiter in den oberhalb des Arches gelegenen Canyonlands Nationalpark. Hier unternahmen wir einige Wanderungen und genossen die unendlich weite Canyon Landschaft, welche durch den Colorado River geformt wurde.   

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