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Chile - Argentinien Teil 1

Fitz Roy
Fitz Roy

- David -

Valle de la Luna

 

 

Nach der schönen Zeit mit Ilona und Philip, verbrachten Claudi und ich noch einige Tage in San Pedro de Atacama. Unter anderem besichtigten wir das Valle de la Luna (Tal des Mondes) welches durch seine interessanten Felsformationen besticht. Als Highlight des Tales, wird der Sonnenuntergang über der Wüste beschrieben. Natürlich wollten wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Der Sonnenuntergang war auch wirklich eindrücklich, obwohl wir den Aussichtshügel mit mehreren hundert      anderen Ausflüglern teilen mussten.

 

So stattetet wir Chile nur einen kurzen Besuch ab und machten uns von San Pedro aus bereits wieder in Richtung Argentinien auf. Die Grenze zwischen Chile und Argentinien werden wir in den nächsten Monaten noch so einige Male überqueren.

Paso Sico

 

Über den Paso Sico gelangten wir zur argentinischen Grenze. Unterwegs entdeckten wir einen wunderschönen Übernachtungsplatz an der Laguna Piedras Rojas, von wo aus wir einen noch schöneren und einsameren Sonnenuntergang als im Valle de la Luna geniessen konnten. Nach herrlicher Passfahrt führte uns die Strasse an den Zollübergang. Die Grenzformalitäten liefen hier äusserst unkompliziert ab. Von den chilenischen Grenzbeamten wurden wir direkt an die argentinischen weitergeleitet. So fuhren wir nach kurzer Autodurchsuchung und Weinempfehlungen durch den argentinischen Zöllner, zum ersten Mal auf argentinischen Boden.

Immer wenn wir in ein neues Land einreisen, müssen wir uns als erstes um das liebe Geld kümmern. So war auch in Argentinien der erste Halt im Städtchen San Antonio vorgesehen, um uns mit argentinischen Pesos einzudecken. Dort angekommen, stellten wir jedoch fest, dass die einzige Bank im Ort über kein Geld verfügte, sodass wir geldlos weiterziehen mussten. Wir ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass der Geldbezug in Argentinien uns noch so einige Male herausfordern sollte.

Zum Glück hatten wir aber noch genügend chilenischen Diesel im Tank und etwas zu Essen im Kühlschrank, sodass wir uns einige Tage bis nach Salta (die nächste Grossstadt) durchschlagen konnten.  

Salta

 

In Salta angekommen erbarmte sich dann auch endlich ein Geldautomat und versorgte uns nach unzähligen Versuchen mit etwas Bargeld. In Salta bewohnten wir das örtliche Freibad, welches gleichzeitig ein Campingplatz ist. Hier trafen wir wieder auf Verena und Matze und verbrachten nochmals einen lustigen gemeinsamen Abend. Nun galt es wieder einmal einige Reparaturprojekte in Angriff zu nehmen. Die Kühlschrankabdeckung, welche den starken Windböen der Lagunenroute zum Opfer fiel, bestellten wir aus den USA direkt nach Chile. Da die Luft-, Öl- und Dieselfiltersuche erneut erfolglos blieb, entschieden wir uns auch diese aufgrund der tiefen Einfuhrzölle, nach Chile senden zu lassen.

Nebst der ganzen Arbeit genossen wir die gemütliche Atmosphäre und verbrachten tolle Grillabende mit den vielen anderen Reisenden, die sich in Salta niedergelassen haben.

Cafayate

 

 

Nach einer gelungenen Woche in Salta, verabschiedeten wir uns von allen und fuhren weiter nach Cafayate. Hier haben wir uns mit den Neuseeländern Hanah und Hamish verabredet und genossen erneut super gemütliche Grillabende. Da Argentinien nebst dem leckeren Rindfleisch auch für seinen vorzüglichen Wein bekannt ist, befassten wir uns hier mit dem edlen Rebensaft. Cafayate liegt auf 1680 Metern über Meer und ist somit das höchstgelegene Weinanbaugebiet der Welt. Wir degustierten uns von Bodega zu Bodega und deckten uns mit einigen Flaschen Wein ein, welche wir am Abend dann mit Hamish und Hannah sowie mit Joana und Stephan aus dem Jura fachmännisch „verköstigten“. 

Paso Agua Negra

 

Unsere Reise führte uns anschliessend wieder in Richtung Chile. Auf dem Weg zum Paso Agua Negra legten wir noch einen Badestop bei den wunderbaren Thermas de Fiambalá ein. In etwa 15 Naturpools kann man dort im heissen bis warmen Wasser herrlich entspannen und die Umgebung geniessen.

Der auf 4780 M.ü.M gelegene Paso Agua Negra besticht vor allem durch die zahlreichen Büsserschneefelder. Als Büsserschnee werden die bis zu sechs Meter hohen Schnee- und Eispyramiden bezeichnet, welche nur in subtropischen Hochgebirgen zu finden sind. Verursacht wird der Büsserschnee durch unregelmässige Abschmelzung bei starker Sonneneinstrahlung verbunden mit sehr geringer Luftfeuchtigkeit. So wanderten wir durch diese skurrile Landschaft und erfreuten uns an den eindrücklichen Schneesäulen.

Punta de Choros

 

 

Nach der Passüberquerung befanden wir uns bereits wieder auf chilenischem Boden. Nach einem kurzen Abstecher in die Atacamawüste, fuhren wir in Richtung Küste weiter. Über zwei Monaten war es her, seit wir das letzte Mal Salzluft einatmen konnten. In Punta de Choros, einem kleinen Fischerdörfchen, trafen wir auf Milagros und Nico aus Buenos Aires. Am nächsten Tag unternahmen wir gemeinsam eine Bootstour zu den Islas Damas. Nebst den putzigen Humboldtpinguinen bekamen wir Delfine und unzählige Wasservögel zu Gesicht.

Vicuña

 

 

Im gemütlichen Städchen Vicuña trafen wir erneut auf Michi und Thorben und ihre beiden Kinder Romi und Levi, die mit ihrem Mercedes Rundhauber auf der gleichen Route wie wir unterwegs sind. Gemeinsam besuchten wir eines der Observatorien der Region. Da der Himmel 360 Tage im Jahr wolkenfrei, die Lichtverschmutzung aufgrund der geringen Besiedlung minimal und Luftfeuchtigkeit kaum vorhanden ist, scheint Vicuña der Ideale Ort für Hobbyastronomen, oder für die die es noch werden möchten, zu sein. Während einer interessanten Führung konnten wir durch mehrere Grossteleskope den Blick in ferne Galaxien schweifen lassen. Die Eindrückliche Vorstellung der Unendlichkeit des Universums liess uns alle erschaudern und wir wurden uns wieder einmal unserer im Verhältnis unbedeutenden Existenz bewusst.

Pisco Elqui

 

Immer noch „Sternen-wandelnd“ fuhren wir weiter ins Valle de Elqui. Im Örtchen Pisco, wird das gleichnamige Nationalgetränk Chiles hergestellt. Aufmerksame Leser unseres Blogs werden sich nun fragen: „Hmm Pisco, habt ihr dies nicht bereits als peruanisches Nationalgetränk erwähnt?“ Doch das haben wir: Denn Peru wie auch Chile beanspruchen die Bezeichnung Pisco für sich und rühmen sich mit dessen Erfindung. So befinden sich Chile und Peru diesbezüglich immer noch im Rechtsstreit. Wie auch immer, wir sind natürlich stets darum bemüht, unsere önologischen Fachkenntnisse zu erweitern. Deshalb nahmen wir an einer interessanten Führung durch die Piscodestillerie Robert Rodriguez-Rodriguez (der Doppelnamen rührt daher, dass Robert - das Schlitzohr - seine Cousine ehelichte) teil.

Pisco wird aus Wein destilliert und ist dem uns bekannten Grappa nicht unähnlich. Getrunken wird er entweder pur oder als Mixgetränk. Vor allem der Pisco Sour erfreut sich in Chile grosser Beliebtheit. Dieser wird wie in Peru mit Limetten und Zucker, jedoch ohne geschlagenes Eiweiss zubereitet. Ob nun peruanisch oder chilenisch, schmecken tuts auf jeden Fall.

Paso San Francisco - Mendoza

 

 

Über die schönen Pisten des Paso San Francisco fuhren wir erneut durch eindrücklichen Büsserschneefelder und erreichten schon wieder argentinische Gefilde. Durch unendliche Pampa, welche durch die hohe Kurvendichte von ca. 0.001/km2 höchste Konzentration beim Fahren erforderte, rasten wir nach Mendoza. Da wir in Mendoza auch nach intensivem Suchen keinen geeigneten Stellplatz für Hägar fanden, pfiffen wir auf die Stadtbesichtigung und übernachteten etwas ausserhalb der Grossstadt. Mr. Hugo, ein sympathischer älterer Argentinier, liess uns in seinem Hinterhof campen, sofern wir Fahrräder für eine „Wine and Bike“ Tour bei ihm mieteten. Da man ja önologisch eh nie ausgelernt hat, liessen wir uns dieses Angebot natürlich nicht entgehen. Schon lange haben wir uns auf eine Tour durch die zahlreichen Bodegas Mendozas gefreut. Wie der Name schon sagt, fährt man bei einer „Wine and Bike“ Tour von Kelterei zu Kelterei und degustiert dabei die besten Tropfen der jeweiligen Bodega. Zur Abrundung des fröhlichen Nachmittages, schenkte uns Mr. Hugo noch eine Flasche seines Lieblingsweines. Na dann Prost...

Pucón

 

Nach einer herzlichen Verabschiedung durch Mr. Hugo fuhren wir weiter durch die endlose Pampa. Nach einigen Fahrtagen standen wir wieder an der chilenischen Grenze an und baten um erneuten Einlass. Ausser den bereits von Claudi geschilderten etwas strengen Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel, gestaltete sich auch dieser Grenzübergang wieder erfreulich unkompliziert. In Pucón liessen wir uns für einige Tage nieder. Obwohl der Ort sehr touristisch geprägt ist, und die Preise dadurch entsprechend hoch sind, fühlten wir uns wegen der atemberaubenden Umgebung und der entspannten Stimmung im Dörfchen sehr wohl, sodass wir uns entschieden, Weihnachten hier zu verbringen. Pucón liegt am Lago Villarica. Der gleichnamige Vulkan ragt mächtig dahinter auf. Der Villarica ist ein aktiver Vulkan, dessen letzte Eruption nur zwei Jahre zurückliegt. So ziert eine typische Rauchfahne den Krater und in der Nacht ist der Rotschimmer der Lava zu sehen. Beflügelt von dem einmaligen Anblick, entschieden wir, eine Besteigung des Vulkans in Angriff zu nehmen.

Bewaffnet mit Steigeisen, Eispickel, Gasmaske und Tellerschlitten (dazu später mehr) machten wir uns frühmorgens auf, den Gipfel zu stürmen. Da der Vulkan nur in Begleitung eines Bergführers bestiegen werden darf, schlossen wir uns einer Tour an und gemeinsam mit einer Gruppe aus Frankreich trotteten wir der Lava entgegen. Zuerst führte der Weg über Geröll und Schutt. Bald erreichten wir die ersten Schneefelder, sodass die Gletschereisen zum Einsatz kamen. Das ungewohnte Gewicht der Bergschuhe und der Steigeisen erschwerten den Aufstieg entsprechend. Etwas abgekämpft erreichten wir gegen Mittag den unteren Teil des Kraters. Der giftigen Dämpfe aus dem Erdinnern wegen, legten wir die letzten Höhenmeter mit angelegter Gasmaske zurück. Der Blick in den Krater war eindrücklich. Immer wieder konnten wir kleine Eruptionen beobachten.

Der Abstieg sollte sich dann weniger Kräftezerrend als der Aufstieg gestalten. Nun kamen nämlich die mitgebrachten Tellerschlitten zum Einsatz. Mit voller Geschwindigkeit sausten wir den Berghang herunter. Als Bremsvorrichtung nutzten wir unsere Eispickel. Ganz ungefährlich scheint mir diese Art des Abstiegs zwar nicht zu sein aber es hat höllischen Spass gemacht.

Ausgepowert kamen wir nach diesem tollen Tag nach Pucón zurück. Wow, was für ein Erlebnis.

 

Mit etwas Muskelkater in den Knochen wachten wir am Weihnachtsmorgen auf. Kaum richtig wach, wurden wir zünftig durchgerüttelt. Ein schweres Beben der Stärke 7.6 ereignete sich auf der Insel Chiloé ca. 400km von Pucón entfernt. Trotz der schwere des Erdbebens, gab es „gracias a dios“ keine Todesopfer. Hellwach nach diesem fast halbminütigem Rütteln, machten wir uns daran für unsere Weihnachtsessen einzukaufen. Für diese Weihnachten bereiteten wir ein Fondue Chinoise auf unserem Benzinkocher zu. Als Fonduegabeln dienten gekürzte und angeschliffene Grillspiesse. So genossen wir ein wunderschönes Weihnachten schon ziemlich nahe am südlichen Ende der Welt.

Puerto Montt

 

Nach den schönen Tagen in Pucón fuhren wir durch das malerische chilenische Seengebiet nach Puerto Montt weiter. Hier verbrachten wir einige Tage im Nationalpark de los Alerces, bevor wir uns bei Ferdy und Santy niederliessen. Bei den sympathischen Chilenen campten wir direkt im Garten und verbrachten gemütliche Abende zusammen. Die Region um die sieben Seen (Siete Lagos) erinnert auf der chilenischen, wie auch argentinischen Seite landschaftlich sehr an die Schweiz und an Deutschland. Grüne Wälder und Wiesen wechseln sich mit tiefblauen Seen ab. Ausserdem verliehen die vielen europäischen Auswanderer, vor allem aus Deutschland, der Schweiz und Österreich den typischen europäischen Einschlag. Übrigens flohen nach dem Zweiten Weltkrieg auch viele Nazifunktionäre vor dem Nürnberger Prozess in diese Region. Ein spannender Artikel dazu ist hier zu finden:

 

 

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-geister-von-bariloche

 

Für Silvester fuhren wir wieder auf die argentinische Seite Patagoniens. Nahe Bariloche starteten wir gemütlich ins 2017.

 

Nun sind wir definitiv in Patagonien angekommen. Rechtzeitig änderte sich das Wetter und begrüsste uns standesgemäss in dieser südlichen Region. Dauerregen und starker Wind sollte für die nächsten Wochen unser ständiger Begleiter werden.  

Carretera Austral

 

Von Bariloche fuhren wir gleich wieder über die chilenische Grenze. Hier wollten wir auf der berühmten Carretera Austral nach Süden reisen.

Der grosse Süden Chiles war lange Zeit nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar. Nur auf der argentinischen Seite Patagoniens gab es Strassenverbindungen von Nord nach Süd. Der Grund für die lange fehlende Strassenverbindung liegt in der dichten Bewaldung der Region. Erst 1976 wurden die Bauarbeiten an einer Strasse durch den Süden unter Diktator Pinochet begonnen. Die Carretera Austral bildete das aufwendigste Grossprojekt Chiles im 20. Jahrhundert. Ausgangspunkt für den Bau war die Stadt Puerto Montt. Mehr als 10.000 Soldaten wurden zeitweise für den Bau eingesetzt. Der Strassenbau erwies sich als äusserst schwierig, da die Landschaft von Fjorden, Gletschern und Gebirgszügen durchzogen ist.

Mehr als 20 Jahre wurde an der Strasse gebaut. Die reine Nord-Süd-Route erwies sich als technisch unmöglich. So führen rund 1150 km von Norden nach Süden und rund 229 km von West nach Ost. Der nördliche Teil zwischen Puerto Montt und Chaitén ist noch nicht fertiggestellt. An mehreren Orten verkehren Fähren.

Der Bau kostete rund 200 Millionen US-Dollar. Trotzdem sind weite Teile nur einfache Schotterpisten. Die Wartung und Pflege erweist sich als äusserst aufwändig.

In Futaleufú wollten wir auf besseres Wetter warten, um die wunderschöne Landschaft bei Sonnenschein bewandern zu können. Da aber kaum Besserung in Sicht war, fuhren wir halt im Regen und liessen die Wanderungen sausen.

Im strömenden Regen fuhren wir der Carretera Austral entlang. Trotz des schlechten Wetters genossen wir die wilde Fjordlandschaften in vollen Zügen. Unterwegs gabelten wir noch Noa und Itamar, ein Hitchhikerpäärchen aus Israel, auf und befuhren die Carretera für die nächsten Tage gemeinsam. Zu viert unternahmen wir mehrere Wanderungen zu Gletschern und Lagunen. In Coyhaique, der einzigen Stadt an der Carretera Austral, trennten sich unsere Wege dann vorerst.

Etwas südlich von Coyhaique haben wir uns mit Michi, Thorben und ihren Kindern an einem See verabredet. Hier wollten wir wieder einmal unser Angelglück herausfordern. Leider waren uns die patagonischen Forellen nicht wohlgesinnt und wir zogen nur einige Miesmuscheln an Land. Es wäre gelogen, zu behaupten, dass sich nicht etwas Eifersucht in uns regte, als wir beobachteten wie es Thorben nach kurzer Zeit gelang, eine Forelle an Land zu bringen...

Rio Tranquillo

 

Nach einigen gemütlichen gemeinsamen Tagen fuhren wir weiter nach Rio Tranquílo. Dort trafen wir wieder auf unsere Freunde aus Israel. Nach einige Tage später trafen auch Thorben, Michi und die Kinder in Rio Tranquílo ein.

Bei Ulli und Ralf und ihrem Sohn Karl konnten wir uns direkt am Lago General Carrera auf ihrem Grundstück niederlassen. An einem nahegelegenen See war uns auch endlich einmal das Anglerglück hold und nach wenigen Würfen biss gleich die erste Forelle an. Nach einigen gemütlichen gemeinsamen Tagen mit Grillieren und Angeln, verabschiedeten Claudi und ich uns von unseren Freunden. Uns zog es wieder nach Argentinien. In der Grenzstadt Los Antiguos fand das jährliche Fiesta de las cerezas (Kirschfest) statt. Diese Feierlichkeit wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Zuerst statteten wir noch den eindrücklichen Capillas de Marmól, den wunderschönen Marmorhöhlen, einen Besuch ab. Eigentlich wollten wir die nur über den See erreichbaren Höhlen mit unserem Kajak erkunden. Während wir unser Kajak vorbereiteten, wurden wir aber darauf hingewiesen, dass wir ohne Guide die Höhlen nicht befahren dürfen. Tja dann packten wir halt wieder alles zusammen und schlossen uns einer Bootstour an. Auch so war der Besuch sehr eindrücklich, obwohl wir die Höhlen natürlich lieber auf eigene Faust erkundet hätten.

Los Antiguos

 

 

Unsere Reise führte uns entlang des schönen Sees, bis zur argentinischen Grenze. Hier mussten wir mehrere Stunden auf unsere Einreisepapiere warten, da das Kirschfest nebst uns auch viele feierlustige Chilenen anzog. Im Getümmel des Festes trafen wir auf Elisabeth und Philip aus Feldkirch. Mit den beiden verbrachten wir lustige Tage und Nächte mit Jassen und plaudern.

Fitz Roy

 

Unser nächstes Ziel war der Fitz Roy Nationalpark. Hier liessen wir Hägar für einige Tage stehen, packten unsere Rucksäcke und bewanderten den wunderschönen Nationalpark auf einer dreitägigen Tour. Nun zeigte sich auch das Wetter endlich wieder von seiner patagonisch-sommerlichen Seite, sodass uns spektakuläre Ausblicke auf den Wunderschönen Monte Fitz Roy vergönnt waren.

Nach dieser tollen Wanderung fuhren wir weiter bis nach El Calafate. Hier trafen wir endlich wieder auf Anita und Roger. Das Wiedersehen musste natürlich standesgemäss gefeiert werden.

Hier werden auch Paul und Susi (Claudis Eltern) ankommen und wir werden gemeinsam nach Ushuaia reisen. Die Tage bis zur Ankunft von Paul und Susi genossen wir mit Anita und Roger bei für südpatagonische Verhältnisse warmen Wetter. Da die beiden jetzt nach Norden weiterreisen, werden sich unsere Wege in Südamerika wahrscheinlich nicht mehr Kreuzen.

Nun freuen wir uns riesig auf die gemeinsame Reisezeit mit Claudis Eltern.

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